Macromedia Akademie

Was lernen unsere Kinder an der Macromedia Akademie?

Antworten darauf gab die Akademie in München an einem Freitagnachmittag im November in Form eines „Elternworkshops“. Wie in jedem Jahr bieten das Lehrgangsleiter- und Dozententeam um Ausbildungsberaterin Dr. Brita Baume allen Eltern der Berufsfachschüler aus dem ersten Ausbildungsjahr an, Themenbereiche unserer Ausbildungen kennenzulernen.
 
Jasmina Rüger ist das einzige Mädchen neben zehn Jungs in ihrer Klasse und diesjährige Stipendiatin. „Sie hat eine interessante, gut ausgearbeitete Spielidee vorgelegt, die sie im Gespräch überzeugend vorstellen und verteidigen konnte“, erklärt Studiengangleiter Dr. Arno Kohl die Vergabe des Stipendiums an die 17-Jährige.

Nach den ersten Unterrichtswochen wollen wir wissen, ob sich die angehende Games-Entwicklerin gut eingelebt hat.

Jasmina, du bist das einzige Mädchen unter den angehenden Spieleentwicklern. Wie fühlt sich das an?

In meinen Augen stellt unser Kurs ein wirklich gutes Team dar. Manchmal finde ich es aber schon ein bisschen schade, dass kein anderes Mädchen da ist, mit dem hin und wieder eine „Unterhaltung unter Mädchen“ möglich ist.

Wie bist du auf die Idee gekommen, in die Spieleindustrie einzusteigen?

Schon als Kind habe ich mich für Spiele interessiert. Aber noch mehr für das, was sich hinter den Kulissen abspielt. Für mich war es schon immer faszinierend zu sehen, dass ein Team aus Entwicklern und Designern und wer sonst noch daran mitarbeitet, eine Welt erschafft, in die der Spieler eintauchen kann. Man kann ihm Eindrücke vermitteln, ihn Erfahrung sammeln lassen und Gefühle erzeugen.
Deshalb kam in mir der Wunsch auf, selbst eine Illusion für andere zu erschaffen.

Denkst du, es ist eine besondere Herausforderung als junge Frau in dieser Branche zu arbeiten? Kennst du noch andere Spieleentwicklerinnen?

Es ist, glaube ich, ein Vorteil, da viele Arbeitgeber bemüht sind, gemischte Arbeitsgruppen zusammenzustellen. Andererseits könnte es durchaus einen Nachteil darstellen, dass man als Frau wegen der Familie einmal weniger Zeit und Flexibilität aufweisen kann. Für mich ist das aber kein Hindernis, oder eine besondere Herausforderung, in der Branche zu arbeiten – im Gegenteil, ich freue mich darauf!
Andere weibliche Spieleentwicklerinnen kenne ich leider nicht, aber ich bin mir sicher, dass ich in den nächsten Jahren die eine oder andere kennenlernen werde...

Du warst bereits im April bei uns an der Akademie. Und zwar als Teilnehmerin des Games Camps. Waren die drei Tage Workshop der Anstoß für deine Bewerbung zum Digital Media Engineer, oder was hat dich bewogen, sich für das Akademie-Studium zu bewerben?

Seit Herbst 2011 informierte ich mich über Möglichkeiten, in die Gamesbranche einzusteigen, doch andere Angebote kamen für mich unter anderem wegen der Entfernung zum Wohnort und der frühen Spezialisierung nicht infrage.
Daher war das Games Camp eher eine Möglichkeit, die Macromedia Akademie kennenzulernen, um mich letztlich für eine Bewerbung zu entscheiden.

Wir freuen uns, dass du dich für uns entschieden hast. Was waren letztlich die ausschlaggebenden Argumente für Macromedia?

Bei meiner Recherche im Internet stieß ich auf die Macromedia Akademie und den Studiengang „Digital Media Engineer“, der meines Erachtens eine hervorragende Basis bietet. Das Studium ist weniger speziell als andere Angebote, sodass viele Bereiche behandelt werden und die Wahl des eigenen Berufes später leichter fällt.
Außerdem ermöglicht die Macromedia Akademie in Zusammenarbeit mit der University of Bradford den Abschluss „Bachelor of Science“. Ein klarer Vorteil!

Du bist nicht umsonst Stipendiatin. Herr Dr. Kohl ist bereits jetzt schon begeistert von deinen Arbeiten. Wir sind gespannt auf die nächsten Projekte von dir und deinen Kurskollegen. Was erwartest du im Gegenzug von den kommenden zwei Jahren Akademie-Studium?

Von dem Studium erhoffe ich mir eine optimale Grundlage für eine Weiterbildung im Bereich Game Design und Production. Dafür sind meiner Meinung nach fordernde Projekte in Einzel- oder Teamarbeit, konstruktive Kritik qualifizierter Dozenten und eine professionelle Arbeitsumgebung erforderlich. Und was ich jetzt schon sagen kann, ist: Meine bisherigen Eindrücke stimmen definitiv mit meinen Erwartungen überein. Für all die Hilfe und Unterstützung durch die Macromedia Akademie und durch ihre Dozenten bin ich bereits jetzt sehr dankbar.

Worauf freust du dich am meisten?

Am meisten freue ich mich auf die Projekte! So geht man Schritt für Schritt mit jedem Projekt mehr seinen eigenen Weg, da die Themenvorgaben immer geringer werden. Dieses eigenständige Arbeiten empfinde ich für ein aussagekräftiges Portfolio als sehr wichtig.

Wir danken für das Interview und wünschen dir und den Digital Media Engineers weiterhin viel Spaß beim Studium.

Julia Schulze, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.