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HMI Licht

Tageslichtleuchten verfügen, wie der Name schon sagt, über ein Farbspektrum...
 

HMI Licht

1. Allgemeines

Tageslichtleuchten verfügen, wie der Name schon sagt, über ein Farbspektrum, welches sehr nah an das Tageslicht kommt. Die Farbtemperatur liegt bei 5500 bis 6000 Kelvin.

Der Erfinder dieser Technik, Osram, hat den Namen HMI 1970 eingeführt, (engl. Hydragym Medium Arc Length Iodide) eine Bezeichnung, die sich inzwischen als Synonym für Tageslichtlampen eingebürgert hat.

Ihren ersten großen Einsatz hatten die neuen Lichtquellen 1972 bei den olympischen Spielen in München.

2.Technischer Hintergrund

2.1 Aufbau

Die Brenner sind Elypsen- ,oder Zylinderförmig und bestehen aus temperaturstabilen Glas.

2.2 Leistung

Derzeit gibt es HMI ? Brenner von 20 Watt bis zu 18.000 Watt Leistung.

Im Gegensatz zu Halogenbrennern sind HMI-Brenner um ein Vierfaches
effizienter in der Lichtausbeute bei gleichem Stromverbrauch. 

2.3 Sicherheit

Viele Scheinwerfer haben einen integrierten Sicherheitsschalter, der den Betrieb ohne UV ? Filter unmöglich macht.

2.4 Direkter Vergleich mit Halogen ? Leuchten

Im Gegensatz zu Halogen- Leuchten, bei denen Glühfäden oder Drähte im Glaskolben sind (Kunstlichttemperatur), haben diese einen Lichtbogen zwischen zwei Elektroden. Tageslichtleuchten(HMI ? Leuchten) haben einen sehr hohen UV ? Anteil und dürfen deshalb nur mit UV ? Schutzglas betrieben werden.

Verglichen mit Halogenbrennern, haben HMI ? Brenner die vierfache Lichtausbeute bei gleichem Stromverbrauch. Während Halogenleuchten einfach mit 220 Volt direkt betrieben werden können, benötigen HMI ? Tageslichtleuchten Vorschaltgeräte.

Die Leuchten sind nach dem Einschalten nicht einsatzbereit, sondern müssen sich erst hochbrennen, ein Vorgang, der ca. eine Minute in Anspruch nehmen kann, um ihre maximale Lichtleistung und eine stabile Farbtemperatur zu erreichen.

Ältere Scheinwerfer dürfen nicht nach dem Ausschalten sofort wieder gezündet werden, sondern müssen erst abkühlen. Moderne, mit elektronischen Vorschaltgeräten versehende Scheinwerfer können meist auch warm wieder gezündet werden.

3. Drossel ? und Vorschaltgeräte

Zu Beginn dieser Lampentechnologie wurden die Scheinwerfer mit Drossel ? Vorschaltgeräten betrieben. Im wesentlichen bestanden sie aus einem Kondensator und einer Drossel sowie Zweisteuerung und einem Zündgerät. HMI ? Scheinwerfer sind wie Blitzgeräte, die in einer schnellen Abfolge Lichtblitze abgeben. Die Anzahl der Blitze pro Sekunde ist so hoch, dass wir diese als konstantes Licht wahrnehmen.
 

Die Zündfrequenz ist bei diesen Geräten durch die Netzfrequenz von 50 Hz vorgegeben. Durch Schwankungen im Stromnetz oder ungenaue Stromgeneratoren werden durch die Geräte nicht kompensiert. Daraus folgt ein hoher Flickeranteil im Licht. Einfacher ist es, wenn man den vorgenannten Aufwand vermeiden kann und die Flickerfrequenz der Scheinwerfer selbst optimiert. Zu diesem Zweck wurden Flicker - Free Geräte (elektronische Vorschaltgeräte) entwickelt.

Viele Hersteller bervorzugen einem anderen Kurvenverlauf des Stroms. Die Spannung wird als Rechteck aufbereitet so das der Wechsel von Plus zu Minus in möglichst kurzer Zeit vollzogen wird. Auf diese Weise wird eine gleichmäßige Lichtwirkung erzeugt. Derartige Scheinwerfer können selbst bei Zeitlupenaufnahmen mit Hochgeschwindigkeitsbildwechselfrequenzen mit bis zu 10.000 Bilder/s bewältigen. Elektronische Vorschaltgeräte erlauben zu dem, die Leistung zu dimmen, je nach Gerätetyp zwischen 40% und 80%.

4. Fazit

Große Scheinwerferhersteller haben Tageslicht-HMI-Lampen im Sortiment. Es ist meistens der Kauf- oder Mietpreis, der bei der Auswahl der Scheinwerfer für oder gegen diese Lichtquellen spricht. Für das Kameraset-Team sind die ?Daylight-HMI-Lampen? jedenfalls eine große Arbeitserleichterung und eine Erweiterung der Gestaltungsmöglichkeiten.