Macromedia Akademie

Events und Comedy – wie passt das denn?

Benjamin Illgner ist angehender Veranstaltungskaufmann im 2. Lehrjahr an der Macromedia Akademie in Stuttgart und nebenberuflich erfolgreicher Stand-Up-Comedian in Shows wie Du darfst! oder Rampenschweinerei. Im Interview erzählt er uns, was ihn dazu bewegte, den Beruf des Veranstaltungskaufmanns zu erlernen, wie er sein erstes Jahr bei der Macromedia Akademie erlebte und welche Ziele er sich für die Zeit nach der Ausbildung gesetzt hat. Außerdem erfahren wir, wie er bereits nach kurzer Zeit sein bisher erlerntes Wissen in seinem Projekt Kunst gegen Bares praktisch einsetzen konnte. Herr Illgner, warum haben Sie sich für die Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann entschieden? Ich habe schon immer gern an Events von Comedians teilgenommen und mir gedacht: „Es wäre doch toll, wenn du irgendwann mal in der Rolle des Veranstalters sein dürftest und Künstler fragen könntest, ob sie bei dir mitmachen oder ob sie in deinem Theater mitspielen möchten“. So kam ich dann auf die Idee, den Beruf des Veranstaltungskaufmanns zu erlernen - wie ich finde, ist dies ein sehr interessanter Beruf, der viele neue Horizonte eröffnet. Sie sind jetzt im ersten Jahr ihrer Ausbildung, das eher theoretischer Natur ist. Haben Sie da bereits Dinge erlernt, die Sie schon jetzt bei der Vorbereitung Ihrer heutigen Events anwenden können? Ja, das Marketing. Besonders das Online-Marketing war sehr hilfreich. Die anderen Grundlagen, wie z.B. Finanz-buchhaltung, erledigen erst mal diejenigen für mich, die sich besser damit auskennen. Später wird die Finanzbuchhaltung jedoch auch wichtig sein. Das erste kaufmännische Jahr ist natürlich ein zäher Teil, aber wenn man es geschafft hat, kommt das zweite Jahr als Belohnung. Was machen Sie genau in diesem Bereich neben Ihrer Ausbildung und was hatten Sie bisher für aufregende Projekte in der Comedy-Szene? Ich bin Stand-Up-Kabarettist, d.h., dass ich in verschiedene Städte reise und bei Comedyshows wie z.B. Comedy im Pub oder Kabarett Club und anderen Comedy-Formaten in ganz Deutschland auftrete. Was sind Highlights ihrer jetzigen Arbeit? Mein aktuelles Projekt erfreut mich ganz besonders, es heißt Kunst gegen Bares und existiert bereits in Mannheim, Trier, Köln, Hamburg und nun endlich auch in Stuttgart. Es ist eine Art offene Bühne, eine sogenannte Open Stage, auf der neue Künstler und alte Hasen ihre Nummern einem unvorein-genommenen Publikum präsentieren dürfen. Am Ende zahlt das Publikum dann für den Künstler nach eigenem Ermessen in ein Sparschwein ein und finanziert ihm somit „Brot und Wasser“. Sie organisieren die Shows. Sind Sie dann für das Projekt und somit für Stuttgart verantwortlich? Ja, es ist mein Projekt und ich bin teilweise dafür verantwortlich. Ich habe einen Co-Moderator, Andreas Weber, der ein ganz neuer, toller Stand-Up-Comedian aus Stuttgart ist. In der letzten Show harmonierten wir auf der Bühne so gut zusammen, dass wir beschlossen die nächsten Shows gemeinsam zu machen. Wir werden das Konzept etwas umändern, natürlich gemäß den Vorgaben von Kunst gegen Bares. Trotzdem wird es eine eigene Show für Stuttgart geben, die sich sehen lassen kann. Wo im Internet finde ich Informationen über die Kunst gegen Bares? Unter www.kunstgegenbares.de sind alle Termine für alle Veranstaltungsorte zu finden und bei Facebook gibt es auch die Gruppe Kunst gegen Bares. Wir suchen auch noch kräftig nach neuen Leuten oder solchen, die wissen, wo es Künstler gibt, die gerne selbst hier in Stuttgart auftreten würden. Zurück zu Ihrer Ausbildung: Auf was freuen Sie sich denn jetzt besonders? Ich freue mich auf den starken Praxisbezug und auf all die Themen, die ich später in meinem Beruf häufig einsetzen werde. Wichtig für mich wird auch das Online-Marketing speziell für Events sein sowie Vorschriften und Sicherheits-maßnahmen, die bei der Organisation von Events unbedingt zu beachten sind. Sehr gut finde ich auch, dass das zweite Jahr etwas entspannter verläuft als das erste. Und wo wollen Sie später arbeiten? Ich möchte gerne ins Theaterhaus, in die Schleyerhalle oder die Liederhalle. In Stuttgart möchte ich schon bleiben, zum Einen wegen meiner Familie und zum Anderen wegen dem Netzwerk, das ich mir bisher über Facebook aufgebaut habe. Ganz abgeneigt wäre ich von Köln, der Comedy Hauptstadt Nr.1, allerdings auch nicht. Dort ist die Lanxess-Arena, die auch sehr interessant ist. Was raten Sie den Schulabgängern, die auch in die Eventbranche einsteigen möchten? Ich würde ihnen raten, sich auf jeden Fall vorher darüber Gedanken zu machen und sich genau zu überlegen, was man eigentlich machen möchte. Das sollte keine Spontanentscheidung sein. Wenn Sie diesen Entschluss dann wirklich gefasst haben, sollten sie sich anstrengen und durchhalten. Alles klar, vielen Dank!
 

An drei spannenden Tagen voller Interaktion bekamen die Teilnehmer einen Einblick in die Medien- und Eventwelt und konnten sich spielerisch ausprobieren und somit ihre eigene Begeisterungsfähigkeit erfahren. Zusammen mit Dozenten aus der Praxis wurden auch in diesem Jahr wieder Berufssituationen erlebt und Kreativität neu entdeckt. Medien- und Eventinteressierte konnten sich mit viel Spaß und Neugierde den Themen der Branche nähern, die Berührungspunkte der beiden Berufsfelder kennenlernen und gemeinsam eine Berufssituation simulieren. Mit einer schärfenden Sichtweise verabschiedeten wie viele junge Leute an einem lauschigen Sonntagabend, allen Beteiligten unseren Dank, es hat wieder einmal  viel Freude gemacht!