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Classic Continuity Breakdown

Classic Continuity ist ein, Muster oder besser ein Paradigma, einen Handlungsablauf in einer Szene...
 

Classic Continuity Breakdown

Classic Continuity ist ein, Muster oder besser ein Paradigma, einen Handlungsablauf in einer Szene auf eine bestimmt Art aufzulösen er wird auch als ?Classical Hollywood? bezeichnet.

Es geht vor allem darum, "flüssig" zu erzählen und ohne abrupte Sprünge filmisch die Handlung für den Zuschauer verständlich zu machen. Dabei stößt man auf mehr Probleme als man zunächst vermutet, vieles sieht unnatürlich und abgehackt aus beachtet man gewisse Regeln nicht, dabei sollte man sich aber immer im Hinterkopf behalten das Regeln immer auch zum Brechen da sind, aber Achtung man sollte wissen wie! Das Classic Continuity Verfahren stellt eine Möglichkeit dar eine Dramaturgische Handlung zu bebildern, nicht geeignet ist sie für den Journalistischen Film, dafür gibt es Modelle die Kerstan`sche Welle.

Establishing Shot

Am Anfang beginnt man meist mit einer Totalen die ?Establishing Shot? genannt wird. Diese Einstellung ist dazu gedacht den Zuschauer in die Gegebene Situation einzuführen. Hier soll zum Beispiel gezeigt werden das sich zwei Personen die auf einer Treppe sitzen und eventuell das schönes Wetter ist?

Diese Einstellung sollte im Verhältnis zu den Breakdowns länger sein.

Auf den Establishing Shot folgen dann ein oder mehrere Breakdowns.

Master Shot

Leider kann man nie wissen was an einem normalen Drehtag auf einen zukommen wird, daher ist es von Vorteil, die gesamte Szene zunächst einmal komplett als Totale zu drehen. Oftmals muss man den Drehtag beenden, weil man in die Überstunden kommt, der Drehort nicht mehr zur Verfügung steht oder der Darsteller sein Flugzeug erreichen muss. Durch den Master Shot ist man auf der sicheren Seite. Und hat die Szene im Kasten.

Auf keinen Fall sollte man jedoch auf die Idee kommen eine ganze Szene in einer Totalen zu drehen das ist nur als letzte Lebensversicherung gedacht.

Breakdown

In einem Breakdown sind nun die einzelnen Figuren zu sehen. Also eine Nähere Aufnahme von einer der Personen wie hier in unserem Beispiel. Diese Einstellungen sollten nie länger als die Totale oder den Re-Esstablishing Shot zu sehen sein.

Zu beachten ist das man nicht ewig Nahaufnahme auf Nahaufnahme schneiden kann, das würde irritieren deshalb ?Re-establishing Shot? dazwischen.

Re-establishing Shot

Der Re-establishing Shot ist dazu da dem Zuschauer eine Physikalische Handlung in der Szene zu verdeutlich.

Verlässt zum Beispiel jemand die Szene (Beispiel 1.), kommt jemand dazu, oder verändert sich der Point of Interest, so sollte man hier einen Re-establishing Shot anwenden um diese Veränderung für den Zuschauer sichtbar zu machen.

Mit einem Re-establishing Shot kann man auch einen Punkt in der Handlung setzen. Also sagt in unserem Beispiel der Mann etwas bedeutendes, so kann man einen Re-establishing Shot einsetzen um diesem Ereignis Gewicht zu geben.

Work Flow

- Für gewöhnlich dreht man für den Anfang der Szene eine etwas Totalere, um zu zeigen, in welcher Situation, welcher Örtlichkeit die Szene überhaupt spielt, das ist der so genannte ?Establishing Shot?. Aus derselben, oder zumindest einer ähnlichen, Perspektive dreht man auch den ?Master Shot?.

- Dann dreht man die ?Re-Establishing Shots? in denen beide oder mehrere Personen zusammen im Bild sind, wie z.B. Dialoge oder sich etwas verändert. Die meisten Regisseure drehen in jeder dieser Einstellungsgröße sicherheitshalber die ganze Szene um auf Nummer sicher zu gehen.

- Danach dreht man die ?Breakdowns?.

- Falls vorhanden werden zum Schluss die ?Inserts? gedreht.

Die Kerstan`sche Welle

Kersatan`sche Welle ist wie der Classic Continuity Breakdown ein Dramaturgiemodell jedoch abgestimmt auf den Journalistischen Film.

Der erste Schritt bei der Sequenzkonstruktion ist, ist eine oder mehrere Einstellungen auszuwählen die, die Handlungskern ausdrücket. In unserem Beispiel ein Vortrag.

Beispiele für Aussagekern:

Dann sollten die Einstellungen bestimmt werden die wie beim classic continuity Verfahren der Establishing Shot, zur Orientierung des Zuschauers dienen, Handlungsort... Diese werden auch hier am Handlungsanfang benutzt.
Im dritten Schritt wird eine Einstellung gesucht die Verbindung zwischen Orientierung und Handlungskern ausdrückt.

Zum Schluss sucht man sich ein Bild das wieder zur Rückorientierung dient.

Dieses Paradigma ist also fest mit dem Schnitt verbunden da, die Auswahl der Bilder schon den Grundstein für die spätere Auflösung im Schnitt legt.

Achtung: nie sollte man auf die Idee kommen alle Sequenzen auf diese Art auf zu Bauen, das würde auf Dauer sehr langweilig werden.