Macromedia Akademie

Bühnenreif Präsentieren.

Der Münchner Performance-Trainer Michael Moesslang begeistert erneut die zukünftigen Veranstaltungskaufleute
 
Das E-Book ? die neue Generation von Büchern Ein E-Book, auch ?eBook? oder ?ebook? geschrieben, bedeutet abgekürzt vom Englischen ?electronic book? und versucht im weitesten Sinne das Medium ?Buch? in digitaler Form verfügbar zu machen. Dabei verwirren den Käufer mitunter die verschiedenen Formate von E-Books: Mobipocket, PDF und epub sind aktuell die am häufigsten verwendeten und werden im Folgenden kurz vorgestellt. E-Book Formate:
  • Mobipocket wird als Hausformat für den Kindle E-Books-Reader von Amazon eingesetzt, das .PRC-Pendant (Palm Resource Compiler) für Handhelds. Die dazugehörige Software ist als kostenloser Download erhältlich.
  • Das epub-Format wurde beim International Digital Publishing Forum IDPF entwickelt. Von den meisten Verlagen wird es favorisiert und als zukünftiges Standardformat gesehen. Epub arbeitet XML-basiert und setzt auf den drei offenen Standards Open Publication Structure (OPS), Open Packaging Format (OPF) und Open Container Format (OCF) auf. Es ist daher für viele Applikationen anpassbar. Gelesen werden kann das epub-Format beispielweise von den E-Book-Readern Sony PRS 505 oder Cybook Gen3.
  • Das PDF (Portable Document Format) wurde von Adobe entwickelt und hat sich ganz allgemein als Standardformat für die Weitergabe digitaler Dokumente etabliert und ist daher auch als E-Book-Format weit verbreitet. Während das PDF mittels des kostenlos verfügbaren Acrobat Reader problemlos auf jedem Computerbildschirm ausgegeben werden kann, bereitet es auf E-Book-Readern mitunter Darstellungsprobleme, weil Seitenformat und Schriftgröße nicht immer optimal für kleine Displays sind. Hier bietet das epub als speziell für E-Books entwickeltes Format Vorteile, weil es sich den verschiedenen Bildschirmanforderungen anpasst.
E-Book vs. ?real? Book Obwohl sich E-Books rasant verbreiten, reagiert die Druckindustrie gelassen und sieht das ?echte? Buch nicht ernsthaft gefährdet. Zwar sind E-Books um einiges preiswerter und man kann Tausende interessanter Bücher archivieren, ohne Platzprobleme im Bücherregal zu bekommen. Auf portablen Lesegeräten lassen sich ganze Bibliotheken überall mit hinnehmen, ohne mit Gewicht zu belasten. Dennoch ist das ?Lesegefühl?, das man beim Umblättern eines ?analogen? Buches empfindet, sowie die Unabhängigkeit von Elektronik und einer Stromquelle, durch nichts zu ersetzen. Gleichzeitig mit der Geburt der E-Books rationalisierten Online-Firmen wie Amazon Logistik und Bestellwesen auf derart radikale Weise, dass sie damit in kürzester Zeit eine marktbeherrschende Stellung errangen und dem schon totgesagten ?echten? Buch neue Auflagenhöhen bescherten. Die kurzfristig erträumten Gewinnaussichten der E-Book-Investoren zu Lasten von Herstellung und Vertrieb schrumpften damit ganz erheblich. In den vergangenen drei Jahren hat der Umsatz mit elektronischen Büchern dank technologischer Entwicklungssprünge deutlich zugelegt. Die Vielzahl inkompatibler Datenformate stellt neben den hohen Preisen für die Lesegeräte aber immer noch eine große Hemmschwelle für die Käufer dar.

Der Trend
In jüngster Zeit mehren sich neue Ansätze, Websites als dynamische E-Books mit Hilfe von DOM und AJAX zu gestalten. Die Darstellungsmöglichkeiten entsprechen denen des verwendeten Webbrowsers, sind also durch diesen beschränkt (z.B. in der Qualität der Schrift- und Bilddarstellung). Als Reader dient hier der Browser selbst, der durch einen skriptgestützten Client Manager ergänzt wird. Ein Standardformat gibt es derzeit noch nicht, verwendet werden (X)HTML und XML.



Inka-Gabriela Schmidt, Ausbildungsleitung Mediengestalter Digital und Print
Herwig Horn, Lehrgangsleitung Webdesigner und Online-Entwickler