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E-Commerce: Wie der Onlinehandel unser Leben verändert

Der Onlinehandel boomt in Deutschland: 2020 war ein neues Rekordjahr für den E-Commerce mit einem Umsatz von über 83 Milliarden Euro.

Trendforscher /innen sagen bis 2024 sogar Umsätze zwischen 120 und 141 Milliarden Euro vorher. Was ist dran an dieser Wachstumsbranche? Welche Arten von E-Commerce gibt es und welche Berufsbilder bietet der Onlinehandel?

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Definition: Was ist E-Commerce?

Gehört hast Du den Begriff E-Commerce sicher schon oft. Aber was genau verbirgt sich dahinter eigentlich? E-Commerce ist eine Abkürzung für „Electronic Commerce“, was sich mit „elektronischer Handel“ oder „Onlinehandel“ übersetzen lässt. Es geht also um Kauf- und Verkaufsprozesse im Internet. Der Begriff umfasst aber nicht nur den Handel mit Waren wie Schuhen, Büchern oder Handys. Im weiteren Sinne schließt E-Commerce auch digitale Dienstleistungen wie Online-Banking, Online-Reisebüros und Online-Weiterbildungen mit ein.

E-Commerce bietet für Verbraucher /innen, aber auch für Unternehmen jede Menge Vorteile. Als Kund/ in bist Du unabhängig von Ladenöffnungszeiten und kannst Dich bequem zu Hause auf dem Sofa durch das Warenangebot eines Online-Shops klicken. Du kannst Preise vergleichen, Bewertungen durchlesen, dem Anbieter Fragen via Chat stellen und Deine Kaufentscheidung in Ruhe treffen. Bezahlen kannst Du Deine Einkäufe mit sicheren digitalen Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal, Klarna oder auch per Kreditkarte. Aus Kundensicht ist der Onlinehandel also super komfortabel. Aber auch Unternehmen profitieren von elektronischen Geschäftsmodellen. Sie sparen Kosten für Ladenmiete und Personal und können 24/7 ihre Waren und Dienstleistungen global anbieten. Doch es gibt auch Nachteile: Der florierende Onlinehandel wird beispielsweise für das Ausbluten der Innenstädte verantwortlich gemacht. Außerdem belasten die vielen Bestellungen und Retouren die Umwelt: 5,2 Millionen Pakete liefert die Deutsche Post im Schnitt pro Tag aus.

Damals und heute: Wie sich der E-Commerce entwickelt hat

Den Onlinehandel, wie wir ihn kennen, gibt es seit gut 25 Jahren. Dass wir heute bei Amazon, Zalando, eBay und Co. bestellen können, haben wir natürlich der Entwicklung der Heimcomputer und des Internets zu verdanken. Gewusst? Die erste offizielle E-Commerce-Transaktion wurde am 11. August 1994 getätigt – und zwar auf dem US-Marktplatz Netmarket, wo ein Musik-Fan die Sting-CD „Ten Summoner’s Tales“ kaufte. Zuvor gab es bereits erste E-Commerce-Versuche über uniinterne Netze und den guten alten Teletext. Einen Aufschwung erlebte der E-Commerce, als 1998 PayPal an den Start ging und das digitale Bezahlen vereinfachte. Mit dem Aufkommen von WordPress und anderen Publishing-Plattformen Anfang der 2000er wurde es für Unternehmen immer einfacher, ihr Angebot ins Netz zu verlagern. Detaillierte Entwicklerkenntnisse sind heute nicht mehr nötig, um Onlinehandel betreiben zu können.

Mit dem Ausbau des Breitband-Internets und dem Aufkommen der Smartphones hat der E-Commerce in den vergangenen Jahren noch einmal deutlich zugelegt, wie auch der Aufstieg des E-Sports beeindruckend aufzeigt. Zu den beliebtesten Produkten beim Online-Shopping zählen neben Kleidung und Kosmetik auch Haushaltswaren und elektronische Geräte. Im Corona-Jahr 2020 hat der E-Commerce in Deutschland einen neuen Rekord erreicht: Der Umsatz im Onlinehandel betrug stolze 83,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2010 waren es noch 18,3 Milliarden Euro. Die Pandemie hat das Kaufverhalten der Deutschen stark beeinflusst. Seit vergangenem Jahr werden vermehrt Lebensmittel, Drogerie-Artikel und Medikamente online gekauft. Wenn Du jetzt denkst, dass E-Commerce nur was für Digital Natives ist, dann täuschst Du Dich. Beinahe jede /r dritte Onlinekäufer /in war 2020 älter als 60 Jahre.

Arten von E-Commerce: Geschäftsmodelle im Onlinehandel

Wie lässt sich das weite Feld des E-Commerce in verschiedene Bereiche gliedern? Um den Onlinehandel sinnvoll zu unterteilen, kann man sich zum Beispiel anschauen, wer da mit wem Handel treibt.

Business to Business (B2B)

Bei diesem E-Commerce-Geschäftsmodell verkauft ein Online-Händler oder –Dienstleister seine Waren oder Services an ein anderes Unternehmen.

Business to Consumer (B2C)

Das ist der Onlinehandel, wie Du ihn als Endverbraucher /in kennst. Ein Unternehmen wie zum Beispiel Apple, Amazon oder Otto richtet sich mit seinem Angebot direkt an Dich als Kund /in.

Consumer to Consumer (C2C)

Hier geht’s um geschäftliche Transaktionen zwischen Verbraucher /innen. Meist handelt es sich dabei um Second-Hand-Artikel, wie zum Beispiel bei eBay Kleinanzeigen oder Vinted.

Consumer to Business (C2B)

Du kannst auch als Privatperson Waren oder Dienstleistungen an Unternehmen verkaufen. Wie das funktioniert? Beispielsweise durch bezahlte Links, die Du in Deinem Blog einbaust. Das ist das sogenannte Affiliate-Marketing.

Marketing im E-Commerce – wichtig für den Erfolg im Netz

Der schönste Online-Shop ist nutzlos, wenn die User/ innen ihn nicht finden. Hier setzt das Online-Marketing an: E-Commerce-Expert/ innen nutzen verschiedene Maßnahmen, um Brands, digitale Services und Online-Shops bekannter zu machen. Dazu zählt das bereits erwähnte Affiliate-Marketing, bei dem andere Unternehmen oder auch Privatpersonen die Produkte und Dienstleistungen eines Online-Business bewerben und dafür eine Provision erhalten. Darüber hinaus zählen Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenmarketing (SEM) zu den wichtigsten Tools im E-Commerce-Marketing. SEO-Maßnahmen dienen dazu, eine Website bei den Google-Treffern weiter oben zu platzieren, während zu den möglichen SEM-Maßnahmen Werbekampagnen wie Google Ads gehören. Du möchtest selbst Experte/in darin werden? Dann schau Dir die Ausbildung Kaufmann /frau im E-Commerce oder die Umschulung Kaufmann /frau im E-Commerce an.

Berufsbilder im E-Commerce: Jobs mit Zukunft

Dich fasziniert die bunte Welt des Onlinehandels, die sich ständig weiterentwickelt und verändert? Du möchtest Deine Leidenschaft zum Beruf machen? Dann hast Du verschiedene Möglichkeiten, im E-Commerce Karriere zu machen. Durch den fortschreitenden digitalen Wandel entstehen immer wieder neue Jobprofile, in denen junge Talente durchstarten können.

Produktmanager /in E-Commerce

Entwicklung, Design, Preisgestaltung, Werbung, Verkauf – als Produktmanager /in begleitest Du ein Produkt durch den gesamten Produktionszyklus.

Online-Marketing-Manager /in

Mithilfe von Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenwerbung und /oder Social-Media-Marketing sorgst Du dafür, dass Dein Unternehmen mit seinem Online-Business erfolgreich wird und bleibt.

Content Manager /in

Du bist für die Inhalte auf der Website Deines Unternehmens zuständig und kümmerst Dich beispielsweise um Produktbeschreibungen und Blog-Beiträge.

Social Media Manager /in

Deine Aufgabe ist die Unternehmenskommunikation in den sozialen Netzwerken. Dafür gestaltest Du zum Beispiel Facebook- und Instagram-Posts und betreust die Community.

Systemadministrator /in

Als IT-Expert /in sorgst Du dafür, dass alle Server funktionieren. Außerdem bist Du Ansprechpartner /in für die Mitarbeitenden des E-Commerce-Unternehmens in allen Fragen zu Hardware und Software.

Data Scientist

Du sammelst Daten und bereitest sie so auf, dass dadurch Prognosen für die Zukunft getroffen werden können. Zum Beispiel: Welche Zielgruppe kauft welche Produkte?

E-Commerce-Consultant

Du berätst Händler zur Digitalisierung ihres Vertriebs, zur Gestaltung ihres Webshops und zu allen anderen Themen rund um E-Commerce.

Genauso vielfältig wie die Berufe im E-Commerce sind die Wege dorthin. Du stellst Dir die Frage, ob Du eine Ausbildung oder Studium benötigst? Dann findest du hier die Vor- und Nachteile der beiden Bildungswege. Neben einem klassischen Studium mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften, Medienmanagement oder Informatik, bietet die Macromedia Akademie zahlreiche Ausbildungen, um Dich durch Praxisprojekte und Praktika auf den Bereich E-Commerce spezialisieren.

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