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Krankenversicherung in der Ausbildung: Ein umfassender Leitfaden

Ausbildungen, wie beispielsweise die Ausbildung zum /zur Fußballkaufmann /frau, stecken voller neuer Erfahrungen und wachsender Träume.

Doch eine essenzielle Frage bleibt oft unbeantwortet: Wie schützt du dich eigentlich vor den unvorhersehbaren Auswirkungen einer Krankheit?

Die Krankenversicherung mag während deiner Ausbildungszeit nicht das schillerndste Thema sein, aber es ist zweifellos ein wichtiger Bestandteil dieses bedeutenden Lebensabschnitts. Aber welche Krankenversicherung ist die richtige für dich und wie läuft der Wechsel? Ab wann musst du eine Krankenversicherung abschließen? Dieser Artikel gibt dir einen umfassenden Überblick über die Krankenversicherung für Azubis.

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Warum müssen sich Auszubildende selbst krankenversichern?

Die Krankenversicherung ist eine Art Versicherungsschutz, der die Kosten für die medizinische und chirurgische Behandlung eines Versicherten deckt. In Deutschland ist die Krankenversicherung für alle Bürger und Einwohner Pflicht.

Während der Schulzeit sind die meisten Jugendlichen über die Familienversicherung ihrer Eltern krankenversichert. Diese kostenfreie Versicherung gilt jedoch nicht mehr, sobald deine Ausbildung beginnt und du dein eigenes Gehalt erhältst. Daher musst du dich ab dem Beginn deiner Ausbildung in Marketingkommunikation oder der Ausbildung in Kommunikationsdesign selbst versichern. Eine Versicherung bietet Schutz vor finanziellen Risiken. Im Falle einer Krankenversicherung übernimmt sie die Kosten für medizinische Behandlungen und Medikamente. Ohne eine solche Versicherung müsstest du diese Kosten als Azubi selbst tragen.

Welche Arten von Krankenversicherungen gibt es?

Von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) über private Krankenversicherungen (PKV) bis hin zu speziellen Zusatzversicherungen gibt es zahlreiche Wege, sich vor den Unwägbarkeiten der Gesundheit zu schützen. Dieser Überblick wird dir helfen, die Unterschiede zwischen den einzelnen Krankenversicherungen zu verstehen und die passende Versicherung für deine individuellen Bedürfnisse und Lebensumstände als Azubi zu finden.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bildet das Fundament eines soliden Gesundheitsschutzes, indem sie eine Basis für Standardbehandlungen beim Arzt oder im Krankenhaus bietet. Die Kosten, die von der GKV übernommen werden, orientieren sich am Einkommen des Versicherten. Der allgemeine Beitragssatz liegt bei 14,6 Prozent des Einkommens, ergänzt durch einen individuell festgelegten Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse erhebt. Dieser Zusatzbeitrag beläuft sich 2024 im Durchschnitt auf 1,7 Prozent, was die Gesamtbelastung für den Versicherten auf etwa 16,3 Prozent des Einkommens bringt. Die Kombination aus Basisabsicherung und prozentualem Beitragssystem macht die GKV zu einer weit verbreiteten Wahl für Auszubildende und junge Berufstätige.

Private Krankenversicherung (PKV)

Die private Krankenversicherung (PKV) lockt mit maßgeschneiderten Leistungen und kann in manchen Fällen kürzere Wartezeiten bei spezifischen Behandlungen bieten. Doch der Zugang zur PKV gestaltet sich während einer Ausbildung häufig schwierig, da eine Verdienstgrenze von mindestens 69.300 Euro brutto pro Jahr (Stand 2024) vorausgesetzt wird. Diese Hürde schränkt die Wahlmöglichkeiten für junge Berufsanfänger oft ein und macht die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zur dominierenden Option während der Ausbildungszeit. Dennoch ist es wichtig, die Vor- und Nachteile beider Optionen abzuwägen, um die passende Absicherung für die eigene Situation zu finden.

Zusatzversicherung

Zusatzversicherungen erweitern den Basisumfang der Krankenversorgung und ermöglichen dir die Inanspruchnahme spezifischer Leistungen, die über die reguläre Krankenversicherung hinausgehen. Diese Versicherungen bieten oft verbesserte Behandlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Zahnzusatzversicherungen für hochwertige Zahnersatzleistungen oder Krankenzusatzversicherungen für Chefarztbehandlungen und Einzelzimmer im Krankenhaus. Sie ermöglichen dir eine maßgeschneiderte Absicherung und können je nach deinen individuellen Bedürfnissen eine sinnvolle Ergänzung zur Grundversicherung sein. Es ist ratsam, vor dem Abschluss einer Zusatzversicherung die enthaltenen Leistungen sowie die Kosten genau zu prüfen und abzuwägen, ob sie deinen persönlichen Bedarf als Azubi abdecken.

Familienversicherung

Die Familienversicherung innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung gewährt kostenfreien Schutz für Kinder und Ehepartner, vorausgesetzt bestimmte Bedingungen werden erfüllt. Jedoch endet dieser Schutz für Azubis, sobald sie ihre Ausbildung beginnen. Dieser Übergang markiert oft den Zeitpunkt, an dem du eine eigene Krankenversicherung in Betracht ziehen musst.

Wie wählt man eine Krankenversicherung aus?

Als Azubi hast du die freie Wahl, bei welcher Krankenkasse du dich versichern möchtest. Neben dem Beitragssatz solltest du auch Zusatzleistungen in Betracht ziehen, die von Krankenkassen angeboten werden. Bonusprogramme, die finanzielle Anreize für gesundheitsbewusstes Verhalten bieten und Wahltarife, die spezielle Leistungen oder Services umfassen, können den entscheidenden Unterschied machen.

Der Prozess beginnt oft mit einem Vergleich der verschiedenen Krankenkassen. Online-Plattformen und Vergleichsportale bieten eine Fülle von Informationen zu Beitragssätzen, Zusatzleistungen und Kundenbewertungen. Es ist wichtig, dass du deine individuellen Bedürfnisse berücksichtigst: Welche Leistungen sind dir wichtig? Benötigst du spezielle medizinische Versorgung oder legst du Wert auf Extras wie Gesundheitskurse oder Vorsorgeuntersuchungen? Je nachdem, ob du dich in deiner Freizeit gerne sportlich betätigst, indem du beispielsweise Sportarten wie SUP-Yoga oder Padel-Tennis ausübst, kann dies ein relevanter Faktor sein, den du bei der Auswahl der zu dir passenden Krankenversicherung und deren Leistungsangebot berücksichtigen solltest.

Die Möglichkeit, sich für eine Krankenkasse zu entscheiden, bedeutet auch die Chance, von speziellen Konditionen für junge Versicherte zu profitieren. Einige Krankenkassen bieten spezielle Angebote und Services für Auszubildende an, die du bei deiner Entscheidung berücksichtigen solltest.

Hilfreiche Tipps zur Krankenversicherung für Auszubildende

  1. Informiere dich gründlich über die verschiedenen Krankenkassen und deren Leistungen, bevor du dich entscheidest.
  2. Achten Sie bei der Wahl der Krankenkasse nicht nur auf den Beitragssatz, sondern auch auf Zusatzleistungen wie Bonusprogramme oder Wahltarife.
  3. Nutze dein Sonderkündigungsrecht, wenn deine Krankenkasse ihren Beitrag erhöht.
  4. Behalte deine private Krankenversicherung als Anwartschaft bei, wenn du vor deiner Ausbildung privat versichert warst. So kannst du später, wenn du deutlich mehr verdienst, ohne Probleme wieder in die PKV zurückwechseln.

Wie funktioniert der Wechsel der Krankenversicherung?

Nachdem du dich zu Ausbildungsbeginn für eine Krankenkasse entschieden hast, bist du normalerweise für zwölf Monate an diese gebunden. Es besteht jedoch ein Sonderkündigungsrecht, wenn die Krankenkasse ihre Beiträge erhöht.

In diesem Fall kannst du innerhalb von zwei Monaten zum Monatsende kündigen. Diese Vorgehensweise bietet dir die Flexibilität, angemessen auf mögliche Veränderungen in den Konditionen oder Beiträgen zu reagieren. Sollten sich Bedingungen ändern, hast du die Option, zu einer anderen Krankenkasse zu wechseln, um deine Bedürfnisse besser zu erfüllen.

Wie wird die Krankenversicherung finanziert?

Die Beiträge zur Krankenversicherung werden in der Regel vom Ausbildungsbetrieb und dem Auszubildenden gemeinsam getragen. Der Beitrag wird prozentual vom Bruttolohn bemessen. Nach Abschluss der Ausbildung gibt es verschiedene Szenarien für den Krankenversicherungsschutz. So kann die Krankenversicherung weiterlaufen, wenn du in demselben Betrieb bleibst. Wirst du arbeitslos, besteht die Möglichkeit, zur Familienversicherung deines Elternteils zurückzukehren.

Krankenversicherung bei überbetrieblichen Ausbildungen

Die Kosten für eine überbetriebliche Ausbildung werden in der Regel vom Ausbildungsunternehmen getragen. Das schließt oft auch die Krankenversicherung mit ein, wobei die Beiträge üblicherweise zwischen dem Unternehmen und dem Auszubildenden aufgeteilt werden. Diese Teilung erfolgt oft prozentual basierend auf dem Bruttolohn des Auszubildenden.

Da die Ausbildung an der Macromedia Akademie losgelöst von einem Betrieb stattfindet, kannst du familienversichert bleiben, solange du noch nicht 25 Jahre alt bist und dein monatliches Einkommen die gesetzliche Grenze nicht übersteigt.

Krankenversicherung für Auszubildende: Fazit

Die Wahl der Krankenversicherung zu Ausbildungsbeginn ist ein essenzieller Schritt für Auszubildende. Eine umfassende Informationsbeschaffung über die verfügbaren Optionen ist entscheidend. Es geht darum, die richtige Entscheidung für deine eigene Gesundheit und dein persönliches Wohlbefinden zu treffen, da du damit langfristig das Fundament für eine sichere medizinische Versorgung legst.

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