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NEWS der Macromedia Akademie Hamburg

18. April 2008

Frühlings-Exkursion der Hamburger Veranstaltungsazubis: Kampnagel Kulturfabrik

Am 7. März 2008 besuchten die angehenden Veranstaltungskaufleute der Hamburger Macromedia Akademie der Medien die Kampnagel Kulturfabrik, Deutschlands größte freie Spiel- und Produktionsstätte für Theater und Tanz nahe der Außenalster. Der technische Leiter Herr Barß führte unsere Klasse mit unserem Dozenten für Veranstaltungstechnik Uwe Gorecky (u.a. tätig für Radio Bremen) durch die gesamten Räumlichkeiten. Beginnend beim Außengelände lernten wir die Spielstätte kennen: Requisiten, Lagerräume, Bühneneingang, Bühnenbilder und die dazugehörige Technik.

 

Kampnagel (© Frederik Röh)

Herr Barß erzählte uns neben der interessanten Historie des Hauses auch Geschichten aus den vergangenen Zeiten der Spielstätte: Die Zuschauer saßen in früheren Zeiten teils mit Regenschirm im Publikum saßen, um sich vor dem Regen, welcher durch die Decke tropfte, zu schützen. Dies ist natürlich längst vorbei. Kampnagel ist eine Spielstätte mit einer langen Geschichte: Bevor das Gelände zu einem Theater wurde, war es eine Fabrik mit dem Namen ?Eisenwerk Nagel & Kaemp?, gegründet 1865. Von hier wurden Kräne in die gesamte Welt geliefert, wo manche noch heute benutzt werden. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Hallen der heutigen Kultur Fabrik Rüstungsproduktion genutzt. 1982 wurde das Deutsche Schauspielhaus auf das Gelände aufmerksam. Ein Teil der Hallen wurde während der Renovierung des Stammhauses auch als Spielstätte von der ?Freien? Hamburger Theaterszene genutzt. 1984 zog das Deutsche Schauspielhaus wieder zurück ins Stammhaus. Seit dem Jahr 1984 existiert Kampnagel als Produktionsstätte für Theater und Tanz sowie als Kulturzentrum. Wir lernten die Technik der Kampnagel Kulturfabrik kennen und besichtigten diverse Räume, die teils noch erahnen ließen, dass dort früher eine Fabrik untergebracht war. Während unseres Rundgangs beobachteten wir die gerade stattfindende Arbeit der Bühnentechniker und schauten uns auch Bühnenbilder an. Die Exkursion war sehr interessant und machte viel Spaß. Es war schön, nicht als normaler Besucher die Räumlichkeiten kennen zu lernen, sondern an einer Führung teilzunehmen. Dadurch hatten wir die Möglichkeit einen anderen Bezug zur Produktionsstätte zu bekommen. Im Oktober 2008 werden wir noch einmal die Möglichkeit haben, Kampnagel zu besuchen. Der Schwerpunkt des Besuchs im dann zweiten Ausbildungsjahr werden verschiedene Beleuchtungsarten und Scheinwerfer sein. Die Verfasserin des Besuchsberichts Celia Milster hat im November 2007 mit dem Ausbildungslehrgang zur Veranstaltungskauffrau in Hamburg begonnen. Informationen zur Kampnagel Kulturfabrik: www.kampnagel.de