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Porsche Rennsportplakate der 50er bis 70er von Erich Strenger


 
„Wie von Profis nur mit viel mehr Charme“



Im Rahmen ihres ersten Praxisprojektes organisierten und planten Studenten von Macromedia - Akademie für Medien in Stuttgart im Studiengang Angewandte Medienwirtschaft die Ausstellung „Porsche Rennsportplakate der 50er bis 70er von Erich Strenger“. Mit freundlicher Unterstützung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG würdigten sie vom 3. bis 5. März 2006 im Römerkastell in Stuttgart - Bad Cannstatt den Stuttgarter Grafiker Erich Strenger.

Im Mittelpunkt der dreitägigen Veranstaltung standen Plakate von Erich Strenger. Über drei Jahrzehnte gestaltete er Stuttgarter Rennsportplakate für Porsche und war Mitbegründer der Kundenzeitschrift Christophorus. In Fachkreisen gilt er als einer der erfolgreichsten Grafiker Deutschlands. Für seine kreativen Leistungen erhielt er bis über die Grenzen von Deutschland hinaus Annerkennung, Preise und Auszeichnungen.

Neben Strengers Plakaten sorgten historische Boliden aus dem Porsche Museum, alte Rallyefilme der Targa Florio und Le Mans sowie Rennaufnahmen von Werner Eisele für eine einmalige Rennsportatmosphäre.

Vernissage mit dreihundert geladenen Gästen

Zum Auftakt der dreitägigen Ausstellung fand am 3. März eine Vernissage mit dreihundert geladenen Gästen und Pressevertretern statt. Strengers Ehefrau Ursula Strenger-Oberst reiste zur Veranstaltung aus Mallorca an, ehemalige Porsche-Rennfahrer wie Paul Ernst Strähle, Eberhart Mahle und Herbert Linge, Rennleiter Peter Falk und der langjährige Werbechef von Porsche, Georg Ledert, gaben sich ebenfalls die Ehre. In einer Gesprächsrunde, die im Wechsel von Dozent Thomas Schrecklein und Studentin Anna Schwarz moderiert wurde, plauderten die Rennfahrerlegenden und Weggefährten Strengers aus dem Nähkästchen. Herbert Linge erinnerte sich, wie er 1954 zusammen mit Hans Herrmann beim Sieg auf der Mille Miglia unter einer geschlossenen Bahnschranke durchrasen musste. „Er hat die Außenwirkung von Porsche mitgeprägt wie kein anderer“, sagte Georg Ledert über seinen früheren Kollegen Erich Strenger. Vertreter von Porsche wie der Leiter des historischen Archivs, Dieter Landenberger, und Cypselus von Frankenberg, Pressesprecher bei Porsche sowie weitere lokale Prominenz zählten ebenfalls zu den Gästen.

Weiterer Höhepunkt des Abends war die Versteigerung von Originalfotos von Fotograf Werner Eisele, Strenger-Plakaten und verschiedenen Accessoires des Rennsports.

Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Jazz-Band „4onJazz“. Mit einem Mix aus Standards und Eigenkreationen rundete die vierköpfige Gruppe das Rahmenprogramm ab.

„Ein hochinteressanter Abend mit vielen Höhepunkten aus der Porsche-Geschichte“, „Alles sehr gut organisiert wie von Profis nur mit viel mehr Charme“, „Rennplakate: werden noch sehr lange als ein toller Event in Erinnerung bleiben“, schrieben die Besucher ins Gästebuch, viele bedankten sich persönlich bei den Studenten für den rundum gelungenen Abend. Ebenso gefreut hat sich der Initiator des Projekts, Dr. Theo Brigge. „Was hier auf die Beine gestellt wurde, ist überragend. Ich bin von dem Ergebnis begeistert“, lobte der Studienleiter von Macromedia seine Studenten.

Im Zeichen des Rennsports stand auch der Samstagabend. Ausstellungsräume und Foyer wurden in eine gemütliche Cocktail-Lounge verwandelt. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Szene-DJs Lord Hannes und Assbest und legten Soul & Funk auf die Plattenteller. Umgeben von Plakatkunst konnte die jüngere Generation bei einem speziell für diesen Abend kreierten „Targa-Florio-Cocktail“ Kunst, Automobil-Rennsport und Party in einem genießen.

Vom Rennsportfan über Autoliebhaber bis hin zum Kunstinteressierten: In drei Tagen lockte die Ausstellung insgesamt über tausend Besucher ins Römerkastell. Franziska Heinkel (fh)